[Serienparade] Von Helden und Schurken

Im Rahmen ihrer Serienparade stellt Frau Margarete die nächste Frage: Welche Serienfigur ist dein liebster Held und welcher ist der fieseste Schurke? Was muss ein Charakter haben, damit er sich zum Helden entwickelt? Was macht einen wirklich bösartigen Charakter aus? Setzen deine liebsten Helden und Schurken vielleicht auf besondere Fähigkeiten oder ein besonderes Team?

Welche Serienfigur ist dein liebster Held?

Namentlich fallen mir direkt Buffy und Sam und Dean Winchester ein, weil diese drei Figuren alles mitbringen, was mir an einem Helden wichtig ist. Alle drei sind Menschen, die wie Menschen handeln und sich nicht selten ein einfaches Leben wünschen. Buffy will ein normales Leben führen. Sie will shoppen, flirten, ausgehen und einfach ein normales Teenager-Mädchen mit den üblichen Problemen eines Teenagers sein. Allerdings ist sie ein Teil eines Fluchs, der ihr besondere Fähigkeiten schenkt, die sie gegen das Böse einsetzen muss. Das Böse sucht sie und sie sucht das Böse. Sie kann die Bestimmung nicht ignorieren, weil ihre Bestimmung sie verfolgt. Ihre Mutter Joyce fragte sie mal: „Hast Du mal versucht nicht die Jägerin zu sein?“. Das stand nie wirklich zu Diskussion. Es gibt nur die eine Jägerin, die gegen Vampire und Dämonen kämpfen und die Welt retten muss. Nur der Tod erlöst sie von diesem Bann. Damit bin ich schon mitten im Thema. Das Pflichtbewußtsein und die Hingabe sind das zentrale Element des Helden. Dabei sollte der Held Ecken und Kanten haben. Fehler machen. Nur so entwickelt er / sie sich. Buffy hat dazu noch eine Waffe, die sie länger leben lies als die üblichen Jägerinnen, ihre Freunde. Sie konnte sich letztlich immer auf sie verlassen und umgekehrt genauso. So sehr sie manchmal im üblichen Leben gescheitert ist, so stark war sie immer im Kampf gegen das Böse. Würde ich in Buffys Welt leben, ich würde mich ihr anschließen.

It doesnt matter. What can’t we face if we’re together? What’s in this place that we can’t weather? Apocalypse… we’ve all been there, the same old trips, why should we care?

Sam Winchester ist Buffy nicht unähnlich. Zwar wurde Sam nicht direkt durch einen Fluch zum Jäger bestimmt. OK, im Detail könnte man jetzt darüber streiten, aber er hat versucht dem zu entkommen, in dem er sich für einen College Besuch und eine Freundin entschieden hat. Das Family Business holte ihn allerdings schnell ein und er machte sich mit seinem Bruder Dean auf, um das Supernatural zu bekämpfen. Zwischendurch hat er zwar mal einen Hund angefahren aber er war schnell wieder mit seiner salzgeladenen Schrotflinte unterwegs. Sam und Deans Hingabe ist ungebrochen aber beide machen viele Fehler, weil ihr Dasein als Bruder des Anderen sie immer wieder dazu verleitet den Anderen zu retten. Dabei lösen sie nicht selten ein noch größeres Unheil aus. Das geht sogar soweit, dass andere Jäger auf die Jagd nach Sam und Dean gehen, um Sam  zu töten. Der Tod bedeutet nichts für beide. Beide sind schon gestorben und der Andere hat es geschafft ihn zurückzuholen.

Ein Held muss die Schmerzen seiner Aufopferung ertragen und trotzdem den Kopf nicht hängen lassen. Der Held muss mit erhobenem Schwert durch die Flammen gehen und am Schluss das Richtige tun. Er muss seine Wünsche vergessen und für das große Ganze kämpfen. Ein Held muss sich und seine Träume opfern, um alle anderen zu retten.

In X-Men – Der letzte Widerstand (Film-„Serie“. gibt bestimmt wieder mecker 😉 ) hat Logan seine große Liebe getötet, um alle anderen zu retten. Das sind Helden.

Will ein Schurke meine Wertschätzung, sollte er genial sein. Ein Charakter, der einfach nur böse ist und ohne Grund und Motivation handelt hat meine Wertschätzung nicht verdient. Er darf natürlich ein gewissenloser Psychopath sein aber auch dann muss er mir Angst machen. Als Beispiele für psychopathische Schurken fallen mir der Joker und Brian Blake alias The Governor aus The Walking Dead ein. Geniale Serienschurken fallen mir nur wenige ein, die mich wirklich mitgerissen haben. Der Krebskandidat aus Akte X fand ich durch seine unbekannten Beweggründe hochinteressant. Er war die Antithese zu Fox Mulder und doch wusste man nie, was ihn bewegt. Zum Schluss wurden einige Geheimnisse um den Cigarette Smoking Man gelüftet aber die Faszination um nie nahm nie ab. Ein Schurke muss also charismatisch sein. Ein Paradebeispiel für Charisma ist der Pinguin in Gotham oder Crowley aus Supernatural. Das sind Schurken, wie ich sie mag.

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2 Antworten

  1. Ooorr, X-Men ist doch keine Serie!! *meckermecker* 😛 Spaß beiseite, ich finde gerade das ein gutes bzw krasses Beispiel für einen Helden: Die große Liebe töten, um andere zu retten. Das ist ja sehr oft das Problem, vor dem Helden stehen: Wenige Menschen opfern, um viele zu retten? Da kommt dann immer die Moral ins Spiel und oft entscheidet sich an solchen Punkten, wer ein Held ist und wer nicht. (Nur in Serien- oder Filmsprache gesprochen, aufs reale Leben bezogen wären solche Situationen wohl viel zu krass…!)

    Und diese Serienparade bringt mich langsam aber sicher dazu, doch mal mit Supernatural anzufangen… alle schwärmen immer davon. So Mystery/Fantasy ist ja eigentlich nicht so meins, aber ich werde doch zunehmend neugierig…

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