[Serienparade] Kindheitserinnerungen

Die vorletzte Runde von Frau Margaretes Serienparade hat begonnen und hier folgt mein Beitrag:

Welche Serien hast du in deiner Kinderheit geliebt?

Im Keller meiner Mutter steht ein Super 8 Projektor von Eumig. Der Projektor stand nicht immer im Verlies meines Elternhauses, denn es gab eine lange Zeit da stand das Gerät in meinem Kinderzimmer. Wir hatten dafür viele Filme. Ich habe mir darauf die Cartoons von Bugs Bunny, Yosemite Sam, Duffy Duck, Sylvester und Tweety angesehen. Das habe ich sehr gerne gemacht und daraus entstand eine kleine Leidenschaft. In den Sommerferien liefen damals das Ferienprogramm und die Bugs Bunny Show. Ohne eine Ahnung von dem Begriff Zeit zu haben, wusste ich, wann ich vor der Glotze zu sitzen hatte. Die Show brachte und bringt mich heute noch zum Lachen, denn ich schaue ab und zu immer mal kurze Videos auf Youtube. Das ist meine früheste Erinnerung an eine Serien, die im Fernsehen lief.

Trickserien schaute ich eigentlich immer. Es gab die Ghostbusters, die mit den Venkman und Spengler Ghostbusters nichts zu tun hatten, aber sehenswert waren. The real Ghostbusters habe ich natürlich auch gerne geschaut. Die Turtles darf man natürlich auch nicht vergessen, genauso wenig wie Batman – The Animated Series und Superman TAS.

Da ich schon immer vernarrt in Tiere war, kamen auch Serien mit Pferden in Frage. Damals schaute ich gerne Black Beauty und Fury. Damals wie heute finde ich Pferde sehr toll und fahre an Pferdekoppeln immer sehr langsam vorbei und schaue mir die Pferde an.

Ich könnte diesen Beitrag nicht schreiben, ohne die Muppet Show zu erwähnen. Einzelne Episoden der Handwärmer habe ich bestimmt vier- oder fünfmal geschaut. Wenn ich heute noch die Melodie des Intros höre, begleitet mich dieser Ohrwurm für den Rest des Tages. Und wenn ich die Muppets erwähne, dann muss ich auch das andere Henson Kind nennen: Die Fraggles!

Sing’ und schwing das Bein
Lass die Sorgen Sorgen sein,
In das Lied stimm’ ein,
Froh nach Fraggle-Art.

Wenn ich noch länger darüber nachdenke, fällt mir immer mehr ein. Ich rufe jetzt noch schnell „Pumuckl“ und gehe zur nächsten Frage über.

Hast du eher Zeichentrickserien geschaut oder Serien mit realen Schauspielern?

Fernsehen war für uns in den 80ern ein Familienevent und beschränkte sich weder auf Trick- noch auf Realserien. Die Trickserien liefen eher am Nachmittag und am Vorabend. Später kamen dann die Realserien und das war zu einer Zeit, als es noch einen Sendeschluss gab und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten erst am Nachmittag auf Sendung gingen. Abends gab es dann Sendungen wie Dallas, Denver Clan, Traumschiff oder die Schwarzwaldklinik, wobei ich die beiden letzteren Serien eher gemieden habe und mich kaum dafür begeistern konnte. Mit dem Tatort konntest und kannst du mich heute noch jagen.

Gab es ein Thema, das dich in Serien besonders beschäftigt hat?

Tod, Trauer, Verlust und Mystery haben mich schon immer fasziniert. Bei den Looney Tunes gibt es so etwas wie Tod nicht. Da überlebt Duffy auch den zehnten Amboss, der ihm auf die Murmel fällt. In den Realserien ist der Tod immer allgegenwärtig und oft unvergesslich. Spontan fällt mir dazu der Tod von Bobby Ewing in Dallas ein. Da hat gefühlt jeder darüber gesprochen.

Wie findest du deine liebsten Kinderserien heute, beschäftigen/beeinflussen sie dich noch irgendwie?

Ich kann alle genannten Serien noch immer schauen. Zu „The real Ghostbusters“ hatte ich auch jede Menge Hörpspiele, in die ich vor ein paar Monaten noch reingehört habe. Die Looney Tunes haben meinen Humor stark geprägt. Das merke ich besonders, wenn ich – so blöd wie es klingt – GTA spiele. Dort habe ich schon Autos auf Spieler fallen lassen oder sogar nach ihnen geworfen. Dabei lache ich nicht selten Tränen.

Und wie findest du das heutige Programm für Kinder?

Das Kinderprogramm finde ich der Zeit entsprechend. Mir musste man nicht sagen, dass ich keinen Amboss auf jemanden fallen lassen soll, weil er dann sterben würde. Ich bin mir sicher, dass man das den Kindern heute auch nicht erklären müsste. Da bin ich auch schon bei einem Kritikpunkt. Kinderserien achten viel zu oft auf die political correctness und engen sich damit viel zu sehr ein. Vielleicht wird heute auch einfach zu wenig mit den Kindern geredet. Keine Ahnung. Es gibt auch Serien, die mir gut gefallen haben, zum Beispiel Ben 10 und Kim Possible. Spongebob sehe ich nicht als Kinderserie. 😉

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2 Antworten

  1. Consuela sagt:

    Ach siehste, da sind so viele Serien dabei, die ich auch gesehen habe! Fury, Black Beauty… hachz <3
    LG

  2. Vielen Dank für den tollen, ausführlichen Beitrag. Da ich doch etwas jünger bin, kann ich zu den meisten Serien gar nichts sagen 🙁 Aber dein Einblick fand ich sehr interessant. Ich finde es immer spannend und für mich „kaum vorstellbar“, dass Fernsehen mal so etwas Besonderes war. Heutzutage hat quasi jedes Kind einen eigenen Fernseher – oder es wird gar kein Fernsehen mehr geschaut, weil es schon wieder überholt ist.

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