[Serienparade] Dauerbrenner: Welche Serie könntest du immer wieder sehen?

Der Boss des Internets, auch bekannt als Frau Margarete, veranstaltet eine Serienparade und stellt Fragen zum Thema Serien, die ich als fleißiger Konsument in meinem Blog beantworten kann. Dieses Mal lautet die Frage:

Welche Serie könntest du immer wieder sehen?

Buffy – Im Bann der Dämonen

Auch bei dieser Frage, fiel mir die Antwort leicht. Ich habe Buffy erst sehr spät und erst am Anfang der siebten und letzten Staffel für mich entdeckt und erinnere mich immer noch sehr gut an den Umstand wie es dazu kam. Der Mittwochabend war immer der Serienabend meiner Liebsten und der Abend, an dem wir uns nicht sahen, weil eben Ihre Serien liefen, die ich in meiner Ignoranz nicht sehen wollte. Die Abende nutzte ich immer anderweitig. Eines Abends, der Grund ist mir entfallen, war ich abends doch bei meiner Freundin und musste versprechen, dass ich keinen Laut von mir gebe und so lag ich auf dem Bett und las ein Buch. Im Hintergrund lief Buffy und ich hörte mit einem Ohr zu. Es dauerte nicht lange und ich legte mein Buch zur Seite, weil ich der Story folgen wollte und lachte auch ständig über den typischen, whedon’schen Humor der Serie. Mein Einstieg ins Whedonverse war perfekt und ich fühlte mich auf Anhieb heimisch in Sunnydale. Innerhalb von wenigen Wochen holte ich alle Folgen der ersten sechs Staffeln nach, um im großen Finale gegen das Urböse mitfiebern zu können. Durch das intensive Schauen innerhalb kürzester Zeit, war ich so tief in einer Geschichte drin wie noch nie zuvor. Seit Buffy bin ich großer Fan von Joss Whedon und verfolge sein Schaffen sehr aufmerksam.

Buffy könnte ich nicht immer wieder sehen, ich kann und will Buffy immer wieder sehen. Wenn ich in Herbst und Winter die Sonne vermisse und niedergeschlagen bin, lege ich mir gerne eine Buffy DVD in den Player und schaue mir eine Episode an. Es fühlt sich manchmal an, als würde ich alte Freunde treffen, die ich vor langer Zeit aus den Augen verloren habe und dann wieder treffe, und es ist wieder wie früher. Ich habe jede Episode mindestens viermal gesehen. Manche Episoden, wie zum Beispiel die Musical Episode oder die Gentlemen Episode, bis zu zehnmal. Es ist mal wieder Zeit für einen Buffy Marathon.

Weitere Dauerbrenner sind Supernatural und die Simpsons. Supernatural ist vom Prinzip die nächste Evolutionsstufe von Buffy. Im Supernatural Universum bin ich inzwischen genauso tief verwurzelt, wie im Buffyverse. Supernatural und Buffy teilen sich schon fast die Stufe des Erstplatzierten auf dem Treppchen meiner Lieblingsserien. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Simpsons laufen schon gefühlt seit immer und ich kann sie immer und immer wieder schauen. Eine Serienpause habe ich im TV eigentlich noch nie wahrgenommen.

Ist eine Serie, die man immer wieder schauen kann, eine Lieblingsserie? 

Das ist eine gute Frage, weil sie schwierig ist. Ich glaube nicht, dass es eine Lieblingsserie ist, nur weil man sie sich immer wieder ansehen kann. In den 90ern habe ich zum Beispiel gerne und öfters Seinfeld geschaut, aber ich bin weit davon entfernt die Sitcom als meine Lieblingsserie zu bezeichnen. Das Gleiche gilt für King of Queens in den 2000ern. Also nein, nur weil man sie immer wieder schauen kann, ist es noch lange keine Lieblingsserie. Ein aktuelles Beispiel wäre The Big Bang Theory. Ich schaue die Nerdschau gerne und habe jede Episode mindestens zweimal gesehen, aber auch hier bin ich weit davon entfernt sie als meine Lieblingsserie zu bezeichnen. Im Moment ist die Auswahl an Sitcoms auch eher mager, so dass The Big Bang Theory eher konkurrenzlos durch die Welt sendet.

Muss eine Lieblingsserie das Kriterium erfüllen, dass man sie immer wieder sehen kann? 

Das sollte sie schon. Manche Serien sind häufig an den Zeitgeist gebunden und verlieren mit den Jahren an Wert. Mein bestes Beispiel wäre Knight Rider. Die Serie hat mich als Kind sehr begeistert, aber wenn ich sie heute noch mal starten würde, würde ich sie vermutlich komplett ignorieren. Heute kann ich die Serie immer noch schauen und genieße die Erinnerung an die Zeit aber als neue Serie würde ich sie nicht mehr sehen wollen. Da hilft die Erinnerung. Ich muss meine Theorie mal überprüfen und Knight Rider meinen Patenkinder-im-Herzen vorführen, um deren Meinung zu hören. Sie sind jetzt im selben Alter wie ich, als ich zum ersten Mal KITT im Fernsehen bewundern durfte.

Welche Serie habe ich am häufigsten gesehen?

Das ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Buffy und Supernatural. Die Simpsons habe ich zwar vermutlich häufiger gesehen, aber nur, weil sie immer im Fernsehen liefen, wenn ich nach Hause kam und die Flimmerkiste angeschaltet habe.

Was braucht eine Serie, dass ich sie mir immer wieder ansehen muss?

Eine Serie braucht einen episoden- und staffelübergreifenden Handlungsbogen. Ich liebe es, wenn ich die Serie wieder schaue und mir immer wieder neue Zusammenhänge auffallen. In Supernatural ist mir neulich aufgefallen, dass Mary Winchester in einer frühen Episode ein Armband trug, an dem das Symbol der Men of Letters hing. Es sind manchmal viele Kleinigkeiten, die eine Geschichte zu etwas sehr großem machen. Der Handlungsbogen darf auch gerne zurück zu früheren Staffeln gespannt werden, wie in Buffy, als Phänomene aus den ersten Staffeln wieder in der letzten Staffel auftraten. Die Serie muss mir eine Welt eröffnen, die über die 45 Minuten einer Episode hinausgehen. Dazu gehören auch wichtige und wiederkehrende Nebenrollen wie Castiel, Crowley, Bobby und Rowena in Supernatural oder Figuren, die selten aber ikonisch sind,  wie der Tod in Supernatural.

Buffy - Staffel 10 Band 1

Buffy – Staffel 10 Band 1

Dazu darf es auch gerne Begleitmaterial in einer anderen Medienform geben. Zu Supernatural gibt es Comics, die einen Einblick in die frühe Geschichte von John, Dean und Sam gewähren und kurz nach dem Tod von Mary spielen. The Walking Dead begann als Comic und fand dann den Weg ins TV. Game of Thrones basiert auf Büchern, die noch umfangreicher sind als die TV Serie. Wie Du siehst ist die Handlung das Wichtigste für mich und sie muss größer werden und nicht kurz vor dem Abspann enden. Ich habe nichts gegen eine „Monster of the Week“ Folge, die in sich abgeschlossen ist aber es darf nicht die Regel sein.

Über 1000 Wörter? Liest das überhaupt jemand? 😉

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3 Antworten

  1. „Es fühlt sich manchmal an, als würde ich alte Freunde treffen, die ich vor langer Zeit aus den Augen verloren habe und dann wieder treffe, und es ist wieder wie früher.“

    – Das hast du sehr schön ausgedrückt 🙂 So geht es mir mit manchen Serien auch, mir fällt da zum Beispiel OC California ein oder die Gilmore Girls.

    Buffy habe ich nur am Rande verfolgt, ich meine mich zu erinnern, dass immer zuerst Charmed lief (was ich geschaut habe) und danach Buffy. Eine Zeit lang hab ich das auch regelmäßig gesehen, aber nicht so intensiv. Jetzt würde es mich durchaus nochmal reizen, weil ich ebenfalls den Whedon-Stil zu schätzen gelernt habe. Schaue derzeit Firefly und das ist ebenfalls super 😉

    • Angelus sagt:

      Buffy solltest Du auf jeden Fall nachholen. Der Whedon-Stil ist ab der vierten Staffel besonders zu spüren.

      Firefly ist auch großartig. Die Serie habe ich mir auch vor ein paar Monaten noch mal angeschaut. Die habe ich auch schon drei- bis viermal gesehen.

      Bei den Gilmore Girls geht es mir auch so. Ich vermisse Lorelai. Die Dialoge und der Wortwitz der Serie, sind ungeschlagen. Dabei habe ich mir einige Macken von Lorelai abgeschaut, gerade so viel, dass es meinen Bekannten schon auffällt. Ich würde gerne in Stars Hollow leben und mich von Babette und East-Side Tilly mit Klatsch versorgen lassen. Vermutlich würde ich im Knast sitzen, weil ich Taylor geschlagen habe. 😉

      In The OC war es ähnlich. Stell Dir mal Seth und Lorelai zusammen auf einer Party vor. Ich werde nie das Aufklärungsgespräch zwischen Seth und Sandy vergessen. 🙂

  1. 3. Juni 2015

    […] sich mein Titel als Boss des Internets wohl so langsam durchsetzt – ich bin nicht das einzige Genie, das frei herumläuft und Texte […]

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