Scream – Die Serie

Wer in der Serie Scream eine Serie nach Vorbild von Scream erwartet, wird nicht – welch Wunder – enttäuscht. Wenn Du Scream gesehen hast, wirst Du nichts Neues vorfinden. Die altbekannten Figuren sind wieder da, aber ich rede nicht von Sidney Prescott und Gale Weathers, nein sondern von Emma Duval (gespielt von Willa Fitzgerald) und Piper Shaw (gesp. von Amelia Rose), die gemäß Story nichts mit dem Film-Vorbildern zu tun haben aber Ihren charakterlichen Vorbildern stark gleichen. Das gilt nicht nur für Emma und Piper, sondern für fast alle Figuren im Spiel. Unter den Charakteren wirst du fast immer einen Pendant in den Scream Filmen finden. Die Struktur der Story eben so, wie man sie erwartet.

Aber was erwartet Dich? Es beginnt wie Scream immer beginnt. Jemand ist alleine Zuhause und heißt nicht Kevin. Das Telefon klingelt und ein unbekannter Anrufer ist am Telefon. Zunächst ist er freundlich und in wenigen Minuten weiß die Angerufene, dass es bald um ihren Kopf und Kragen geht. Wie jeder Scream Film anfängt, so fängt auch dieser Serienvertreters des Slasher-Genres an. Es folgt Angriff auf Angriff, Psychospielchen auf Psychospielchen, Mord auf Mord und an den Nebenkriegsschauplätzen geht es um Liebe, Betrug und Erpressung. Die Mordopfer sterben nicht grundlos und sind alle ein Teil des Ganzen. Wie Sidney Prescott, wird Emma von der Vergangenheit ihrer Mutter verfolgt und Opfer der Fehltritte eben ihrer Mutter. Der Nachbarsjunge – the Boy next door – war Brandon, ein von Geburt an entstellter Junge, der in seinem jungen Leben eine OP nach der anderen ertragen musste. Nach der OP musste Brandon eine Maske tragen, um die Wunden vor einer Infektion zu schützen. Die Maske trägt auch der Mörder in der Serie und schnell wird klar, um wen es wirklich geht. Scream die Serie ist nicht nur deswegen wie Scream der Film, weil er seinen Namen trägt, nein, Wes Craven (verstorben am 30. August 2015) war als ausführender Produzent an der Serie beteiligt.

Scream die Serie ist ein Netflix Original und vermutlich vorerst nur dort zu sehen. Da Netflix meiner Meinung nach sein Geld wert ist und mir schon vor Day One in Deutschland viel Freude bereitet hat, empfehle ich Netflix (Das ist keine Werbung und ich bin so doof und mache es kostenlos), wie ich die Serie Scream empfehle. Wenn Du die Filme nicht gesehen hast, ist es kein Beinbruch. Die Serie steht ganz gut für sich alleine und funktioniert auch ohne ihr großes Vorbild. Mich – als Fan der Filmreihe – hat es allerdings blind für den Täter gemacht, weil ich den Täter gemäß der Filmvorlagen an falscher Stelle vermutet habe, so musste ich den Spot meiner Liebsten ertragen, die den Täter schon recht früh voraussagte, aber das war es wert. Das sind wir schon bei der lohnenswertesten Sache an Scream, egal ob Film oder Serie: Das Erraten des Täters. Die Autoren legen gerne falsche Fährten und setzen die falsche Person in Tatverdacht. Daraus folgt eine weitere Empfehlung: Schau die Serie nicht alleine und versuche den Täter von Anfang an zu erraten.

tl;dr: Du mochtest die Scream Filme? Schau die Serie. Du mochtest die Scream Filme nicht? Dann kannst Du es Dir vermutlich sparen. Du kennst weder die Serie noch die Filme? Dann schau die Serie. Wenn sie Dir gefällt, wirst Du auch schnell die Filme nachholen. Wes Craven hat 1996 das Slasher Genre wiederbelebt und dafür hat er meine Dankbarkeit verdient, nicht dass er sie je nötig hatte.

Ruhe in Frieden Wes Craven und danke für viele Stunden der Unterhaltung und des Horrors. Du wirst mir fehlen.

Wenn Du anderer Meinung bist, darfst Du mir gerne die Knochen in Deinem Kommentar unter diesem Text verfluchen!

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