[Review] Die neue Suicide Squad – Band 1 – Das Phantom-Kommando

Was taugt die neue Suicide Squad? Ist sie wirklich so neu? Was macht sie so neu? Fragen, Fragen und noch mehr Fragen und wir sind erst bei dem Titel angekommen. Ich habe mir die Super-Sonder-Special-Sommer-Smash-Hit-Extended-Edition geshoppt und möchte dazu ein bisschen was loswerden.

Die Suicide Squad, namentlich Harley Quinn (<3), Captain Bommerang, Deadshot, Jokers (selbsternannte) Tochter, Reverse Flash, Black Manta und Deathstroke sind in Moskau unterwegs, um eine geheime Bedrohung zu vernichten. Welche geheime Bedrohung? Tja, Amanda Waller wäre nicht The Wall, wenn an ihr nicht alles abprallen würde wie an einer Wand und wenn sie nicht alles hinter einer Wand verbergen würde. Sie gibt nur die notwendigsten Informationen an die Squad weiter und die waren diesmal: „Fahrt dahin und macht alles platt“. Unserer Harley sagt man das nicht zweimal, eigentlich würde es reichen, wenn man sie irgendwo absetzt und einfach wartet. Sie würde schon das Richtige tun, nachdem sie den neuen tollen Taylor Swift Song zu Ende gehört hat. Waller ist Vic Sage unterstellt, der sich mehr um die Imageprobleme der Squad sorgt als um die Mission oder die Squad selbst. Die Task Force X ist natürlich schnell mitsamt ihren explosiven Murmeln am Einsatzort und ebenso schnell zum Missionsziel vorgedrungen. Von da an geht alles sehr schnell, allerdings – damit konnte absolut niemand rechnen – nicht so wie gewünscht. Statt den Einbrecheralarm abzustellen, drückt Harley den falschen Knopf und startet das Geheimprojekt der Russen. Und da höre ich jetzt auf zu erzählen, weil ich sonst anfange zu spoilern und das will ich niemandem antun.

Band 1 ist ein guter Neustart der Suicide Squad und hält dennoch an Bewährtem fest. Allem voran am Chaos. Wenn man die Namen der Squad Members „Harley Quinn“ und „Jokers Tochter“ nennt, braucht ich dem Kenner wohl nicht zu erklären, dass da ein gewisses Konfliktpotential herrscht. Der geneigte Comicleser dürfte das schon am Namen „Jokers Tochter“ erkennen. Band 1 bietet in guter Squad-Manier eine gute Mischung als Humor, Chaos und Drama. Während Harley wieder ganz meinen Humor trifft, wundere ich mich umso mehr über Reverse Flash, der innerhalb des ersten Akts an seine Grenzen stößt und gegenüber manchen Begegnungen mit Flash, etwas schwach wirkte. Der Autor Sean Ryan, dessen Feder die ersten acht Ausgaben, die den Inhalt des Bandes bilden, der neuen Suicide Squad entsprungen sind, hat seinen Beitrag schon mit Erfolg bei anderen Comics geleistet und liefert auch hier wieder ganz ordentlich ab.

imageDie Figuren wirken gelegentlich etwas entstellt, unter anderem, weil an mancher Stelle etwas zu viel mit Schatten gespielt wird und dadurch Details ausbleiben. Harley wirkte dadurch an manchen Stellen sehr horrormäßig, als wäre sie frisch einem Freak-Movie entsprungen, in der eine kleine Puppe mit schierem Gesicht auf die Teenager-Jagd geht, um verirrte Road-Tripper zu metzeln. Natürlich jammere ich hier auf hohem Niveau aber es reichte für ein gelegentliches, kurzes, unbemerkbares Zucken in meinem linken Auge. Dafür sind die einzelnen Szenen umso verständlicher umgesetzt und ein klarer Erzählfluss unterstützt ein lineares Lesen, dass jeden Comic-Book-Guy / -Girl entspannt im Sessel den Comic seiner Wahl genießen lässt. Aber wie können sie es wagen meine HARLEY ZU ENTSTELLEN? *Mein innneres Fangirl bricht weinend zusammen*

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