Mad Max: Fury Road

Samstag Abend war ich in der Spätvorstellung, um mir Tom Hardy als Mad Max anzusehen. Der Trailer war vielversprechend und hat ausgereicht, um mich ins Kino zu locken. Vorab lässt sich schon mal verraten, dass man die drei klassischen Mad Max Teile nicht gesehen haben muss, um dem Film folgen zu können.

Story

Mad Max wird von einer Truppe War Boys in Gefangenschaft genommen und dient dem War Boy Nux (Nicholas Hoult) von nun an als Blutbeutel (Blutreservoir). Währenddessen versucht Imperator Furiosa (Charlize Theron) mit einem Tanklastwagen und fünf Flüchtlingen vor Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) zu fliehen. Joe greift sich einen Trupp seiner War Boys und macht sich auf den Weg, um Furiosa wieder einzufangen. Max gelingt die Flucht, schließt sich Furiosa an und hilft ihr vor Joe zu fliehen. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch das postapokalyptische Ödland beginnt.

My Two Cents

Die Story ist ziemlich einfach gestrickt und verlangt weder nach einem aufmerksamen Zuschauer, noch nach viel Gehirnschmalz. Die Figuren im Spiel sind recht simpel und leichtverständlich gestrickt. Als Zuschauer weiß man intuitiv, was man von den einzelnen Figuren im Film halten kann. Aber mal ehrlich. Erwartet hat das vermutlich niemand. Mad Maxs Motivation kann man durch blitzartige Einblendungen erahnen aber auch hier wird nicht näher darauf eingegangen. Insgesamt kann man den Film als ersten Schritt einer größeren Reise verstehen, wenn man den Meldungen über anstehende Fortsetzungen glauben schenken darf.

Die Gestaltung der Szenen war hervorragend umgesetzt. Der umherfliegende Staub, die Fahrzeuggestaltung und die Kostüme sind unglaublich detailreich und füttern das Auge mit vielen ausgestalteten Kleinigkeiten, die ein großartiges Gesamtbild der Situation malen. Durch diese Akribie fühlt man sich sehr schnell im Geschehen und versteht die Umstände um einiges besser.

Durch die intensiven Kamerafahrten kam ein hohes Tempo auf. Die Inszenierung der Kampfeinlagen ist sehr gut gelungen und sorgen für eine durchgehende Spannung im Film. Durch die frühvermittelte, religiöse Verblendung der War Boys und die Vergötterung von Joe, versteht man die Hingabe und die Aufopferung der Krieger sehr gut auch, wenn man sich bei der tiefen Hingabe gerne regelmäßig an den Kopf fassen möchte. An dem Punkt ist der Film sehr glaubwürdig.

Die schauspielerische Leistung war gut und glaubwürdig. Allerdings dürfte sie den beteiligten Akteuren wenig abverlangt haben und war weder für Tom Hardy noch für Charlize Theron eine wirkliche Herausforderung.

Fazit

Wenn man eine funktionierenden Bildgestaltung erleben will und einen Actionfilm sehen möchte, dann empfehle ich diesen Film. Dabei ist es egal, ob man die alten Mad Max Filme gesehen hat oder nicht. Der Story lässt sich sehr leicht folgen und ist auch für gemütliche Abende geeignet, an denen man nicht viel nachdenken will und trotzdem einen spannenden Film sehen möchte. Der Filmnerd will natürlich trotzdem die alten Teile gesehen haben, um tiefer in die Mad Max Welt eintauchen zu können.

Ich bin mir sicher, dass viele am Ende des Films aufrecht auf der Couch sitzen werden und die Liegeposition verlassen mussten.

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